Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum….

Laut Statista wurden im Jahr 2018 rund 29,8 Mio. (getötete) Weihnachtsbäume verkauft. Selbst wenn diese im Topf verkauft wurden sind ihre meist Wurzeln so weit geschädigt, dass sie nach dem Auspflanzen sich nicht mehr erholen können.
Gerade an Heilig Abend, an dem im Christentum die Geburt und Erneuerung feiert, hat jeder eine „Leiche“ im Zimmer stehen, an der man sich für eine Woche ergötzt.
Das ist die selbe Selbstverständlichkeit ohne nachzudenken, die wir an den Tag legen, wenn wir Spanferkel oder männliche Küken töten, weil wir einfach konsumieren oder wollen oder nur „Unwertes“ aussortieren.

Christbäume werden nicht nur in Deutschland gepflanzt, sondern sie kommen aus ganz Europa, um den deutschen Bedarf zu decken.
Sie haben einen langen Transportweg hinter sich, was die CO2-Bilanz verschlechtert. Ofmals sind sie auch gegen Ungeziefer und Pilzen mit Giften gespritzt und werden spätesens nach Neujahr unachtsam an den Straßenrand deponiert, um entsorgt zu werden.

Denken Sie einfach einmal nach…

was wäre, wenn jeder einmal im Jahr auf eine geschlagenen Baum verzichten würde und stattdessen das Geld für das Pflanzen neuer Bäume investieren würde?

Wäre es nicht besser, hier einmal einen künstlichen Weihnachtsbaum zu kaufen? Das spart Geld, der Baum ist über viele Jahre nutzbar und man hat lange Freude daran.

Vor allem macht es Freude, wenn man weiß, einem Baum wurde der Tod erspart, der Bedarf an lebenden Koniferen wird kleiner und sie tragen direkt mit 20€ , die für einen Projekt zur Wiederaufforstung bei, um Leben zu spenden?.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, (vielleicht mit einem schönen künstlichen Weihnachtsbaum).

Treibhauseffekt und die unsinnige Albedo-Diskussion

Die Albedo ist die Rückstrahlung von Körpern und hat direkt Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Klimaerwärmung. Weitere Informationen hierzu können Sie bei Wikipedia (hier) erfahren.

Eigentlich ist Albedo eine ganz banale Eigenschaft und jeder kennt sie:
Fakt ist, dass sich dunkle Flächen bei Sonneneinstrahlung wesentlich stärker erhitzen als helle
(Deshalb würde ich auch immer ein helles Auto kaufen).
Die von der Sonne kommende Strahlungsenergie wird bei dunklen Oberflächen aufgefangen und in langwellige Wärmestrahlung (Wärmestrahlung) abgegeben, während sie bei hellen Körpern stärker im kurzwelligem Bereich reflektiert wird, also nicht so viel der Energie in Hitze umgewandelt wird. 

So hat frischer Schnee reflektiert 80 – 90% der auftreffenden Energie und hat damit eine Albedo von 0,8 bis 0,9.
Wald hingegen befindet sich auf der anderen Seite der Albedo Skala. Er hat eine Albedo von 0,05–0,18, reflektiert also nur 5-18% der einfallenden Energie. Sicherlich haben Sie auch schon gehört, daß es im Regenwald sehr dunkel ist und nur 5% Licht auf dem Boden eintreffen.
Dazwischen befindet sich die Wüste mit einer Albedo von etwa 0,3 also 30% Rückstrahlung.

Bei vielen meterologischen Berechnungsmodellen ist die Albedo wesentliches Element, um die Klimaveränderungen zu kalkulieren. 
Deshalb hört man oft as Argument, dass Wald schlechter sei, als Schnee mit seiner guten Albedo und würde zu einer Erhitzung von einem halben oder einem Grad der Erde beitragen.
Das mag wahr sein, ist aber kein Argument, keinen Wald zu pflanzen.
Diese Diskussion ist aus folgenden Gründen haltlos:

  1. Eine Beschattung der Erdoberfläche durch Pflanzen senkt die Bodentemperatur im Vergleich zur sonnenbestrahlten Oberfläche um 6 bis 10o Celsius und erhält das Bodenleben.
  2. Eine weiße Salzwüste am Äquator ist nicht unbedingt kalt, weil sie eine Albedo gleich dem Schnee hat. Sie kann heißer als ein Waldgebiet sein, (z.B im Tal des Todes), denn es kommt auf den Einstrahlungswinkel und damit der Menge der Sonnenergie an, die auf eine Oberfläche auftrifft.
    Die durch Sonne eingestrahlte Energiemenge trifft am Äquator zur Mittagszeit imme senkrecht auf den Boden und und ist damit immer am stärker als an den Polen.
  3. Die einstrahlende Energie wird durch die Pflanzen absorbiert, d.h heißt, sie wird von der Rückstrahlung abgezogen. Bei der Photosysnthese wird diese umgewandelt und verwendet für:
    a. Wasserverdunstung (Transpiration) und damit den Erhalt des Wasserkreislaufs.
    b. Aufbau von pflanzlicher Biomasse (Blätter und Holz, Zucker und Fette und komplexere chemische Verbindungen)
  4. Sie wird weiterhin zum Abbau von organischem Material im Boden und Wiederaufbereitung der Nährstoffe für die Pflanzen durch Kleinstlebewesen und Mikroorganismen verwendet. (Kalte Böden zersetzen sich weniger schnell).
  5. Wälder minimieren die Temperaturamplitude: Sie kühlen tagsüber, halten aber die Wärme in der Nacht.
    Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht wird geringer und damit für Lebewesen nicht nur angenehmer, sondern garantieren auch das Überleben der Böden.
  6. Abgestrahlte Hitze (langwellige Strahlen), werden nicht ins Weltall einfach zurückgestrahlt, sondern erhitzen die Atmosphäre mit steigendem Treibhausgasen wie CO2, CH4 und Wasser.
    Sichtbare Lichtstrahlen gehen ehr ungehindert in das Weltall zurück.
    Die Sahara har eine wesentlich geringere Albedo als der tropische Regenwald. Deren rückgestrahlte Energie ist aber für die Entstehung der Wirbelstürme im Atlantik und über Nordamerika verantwortlich.
  7. Die Biodiversität ist in Gegenden mit hoher Albedo (Polareis, Gletscher, Wüste) am geringsten, also immer am lebensfeindlichsten, in waldreichen Gebieten ist diese am höchsten.

FAZIT

Die Pflanzenecke benötigt die Strahlungsenergie. Sie muss diese aufnehmen, um existieren zu können und das führt zu den positiven Lebensumständen, die wir auf der Erde vorfinden.
Die dadurch entstehende Erhöhung von einem Grad ist einer sterilisierenden Bodenerhitzung vorzuziehen. Wenn wir nicht nachts frieren und tagsüber Hitze erleiden wollen. Unsere Nahrungsgrundlagen, also der Boden und das darin befindliche Leben können nur geschützt werden, 
wenn wir Wälder haben. Wir können deshalb durchaus 0,8 oder 1 Grad Erderwärmung vertragen, wenn die Erde ein belebbarer und besiedelbarer Planet bleibt.

(Dieser Beitrag wird vertiefend mit vielen weiteren Aspekten in einem anderen Bericht weiter ausgeführt)
Solarkollektoren sind auch dunkel und nehmen ebenfalls Strahlungsenergie auf. Sie absorbieren einen Teil des Strahlungsspektums und wandeln einen Teil der Energie in Strom um.

Spanien wird zur Wüste

Im Zuge der Klimaerwärmung fallen verstärkt in Spanien ganze Landstriche der Wüstenbildung zum Opfer. Schuld sind falsche Anbaumethoden und der Entzug von Grundwasser für die Landwirtchaft. Daß nur eine Bedeckung des Bodens mit Pflanzen helfen kann, zeigt der Auslandsbericht von NTV:
Klima-Gau mitten in Europa – Drei Viertel Spaniens sind wohl bald Wüste

Was muss sich ändern

  • Große Gebiete Spaniens müssen zum bedrohten Klimanotstandgebiet erklärt werden.
  • Die Landwirstschaft muss dahingehend subventioniert werden, dass ökologischer Pflanzenbau betrieben wird und die Böden wieder eine Pflanzendecke bekommen.
  • Der Eintrag von Stickstoff in die Böden muss erhöht werden, damit auch mehr CO2 in Boden gebunden wird.
  • Die Bodenbildung muss verstärkt werden.
    Getrocknetes Pflanzenmaterial muss liegen bleiben und in den Sommermonaten den Boden gegen zu starker Sonnenstrahlung schützen.
  • Kaufen Sie Olivenöl aus ökologischen Anbau oder benutzen Sie auch Alternativen zum Olivenöl

So stirbt der Boden
Olivenhain aus Google Maps, klicke hier

Wenig geschützt vor Sonnestrahlen. Die gleiche Landschaft aus der Vogelperspektive aus Google Maps. Klicke hier

Wie überall in Spanien zeigt der Film, wie stark der Boden der Sonne hilflos ausgeliefert ist.
In den Olivenplantagen wird oft die Tröpfchenbewässerung verwendet, um den Pflanzen das Wasser zukommen zu lassen.
Das schützt zwar vor Verdunstung und setzt das Wasser nur punktuell ein, wo es benötgt wird, aber diese Bewäserungsart fördert nicht die Bodenbildung und -fruchbarkeit.
Zwischen den Bäumen wird der Boden der Sonneneinstrahlung hilflos ausgeliefert. Sollte Regen fallen, so ist der Boden hilflos dem Auswaschen und der Erosion ausgeliefert. Zurück bleibt ein lebloser und unfruchtbarer Rohboden.

Immergrüne Pflanzen schützen bei Klimawandel

Das Problem:
Wir haben es im Frühjahr 1918 erlebt: Das Frühjahr war heiß.
Eine lang anhaltendende trockene Hitzeperiode führte dazu, dass die Böden kein Wasser aufnehmen konnten. Die Laubbäume hatten ihr Blätterdach noch nicht entfaltet und so konnte die Sonne auch großflächig die Waldböden austrocknen. Warme Winde aus Süden taten ihr Zusätzliches, um die Böden auszutrocknen. Das fehlende Wasser fehlte dann bei der Entfaltung des Laubes und führte zu frühem Wassertress bei den Laubbäumen. Diese Wetterkonstellationen wird es in Zukunft regelmäßig geben.

Immergrüne Bäume gegen die globale Erwärmung
Nadelbaumbestände sind immergrün. Die grünen Nadeln können über 10 Jahre alt werden und damit können sie wesentlich länger als Laubbäume CO2 binden. Wenn man den Wald klimafest gegen die globale Erwärmung machen will, müssen unsere deutschen Wälder auch einen Bestandteil an Nadelbäumen haben.

Nadelbäume
Da die Sonne im Frühjahr noch nicht die Höhen des Sommers erreicht, ist es besonders wichtig, dass die Ränder von Laub- und Nadelwäldern von der Seite her geschützt sind.
An ungeschützten Waldrändern dringen die Sonnenstrahlen wie auch die warmen Winde in die Wälder vor und trocknen die Bestände vom Rand her aus.
Ohne den Menschen wäre der natürliche Rand eines Waldes durch eine Sukkzessionszone geschützt, in der junge Bäume und Büsche den Rand schützen.
Das Pflanzen von Nadelbäumen an Waldrändern kann die folgenden Vorteile bieten:

  • Schutz gegen kalte Winde, die in den Forst eindringen.
  • Schutz gegen zu warme Winde, die den Waldboden austrocknen.
  • Beschattung der Waldränder und damit Senken der Bodentemperatur und Verdunstung
  • Mehr CO2-Bindung auch in laubfreien Zeiten

Auch innerhalb eines Laubbaumbestandes können Nadelbäume durch Schattenwurf und als Windschutz zum Kleinklima des Bestandes beitragen.

Immergrüne Laubbäume
Neben den Nadelbäumen gibt es eine Reihe von immergrünen Pflanzen, die aber mehr im Gartenbereich eine Rolle spielen, wie z.B. die Stechpalme, der Lorbeer, Rhododendron oder Zypressen.
Weitere Baum und Buscharten mit immergrünem Laub kann man auch beim Gärtner oder in der Baumschule erfragen und sollten zum Schutz des Bodens auch vermehrt in Gärten gepflanzt werden.

Lauter dumme Argumente nichts zu ändern

Im folgenden Bericht der Zeit „Diese Phrasen zum Klimawandel müssen wir streichen“ vom 05.12.19 wird mit den Argumenten aufgeräumt, die entweder gegen einen Klimawandel angeführt werden oder als Entschuldigung herhalten müssen, nichts zu verändern (sogar von politischen Parteien)

Sie werden hier im Zitat aufgelistet:
„1. Das Klima hat sich schon immer verändert.
2. ich kauf ja nur Bio.
3. Der Einzelne kann ja eh nichts ausrichten.
4. Ich ja Ökostrom und einen Komposthaufen.
5. Ich hab immer einen Jutebeutel dabei.
6. Müll trennen bringt eh nichts.
7. Als Veganerin kann ich auch einmal im Jahr fliegen
8. Die Bahn ist nicht besser.
9. Aber ich zahl doch CO2 Kompensation fürs Fliegen.
10. Elektroautos sind nicht besser.
11. Ich lebe das alles sowieso nicht mehr.
12. Ich finde es toll, dass sich die Jugend für den Klimaschutz einsetzt.“

Sämtliche Argumente werden erörtert, besprochen und deren Absurdität erläutert. Ein empfehlenswerter Artikel.
Grundsätzlich muß klar sein: Wenn wir als Erdengemeinschaft die derzeitigen Missstände und den Klimawandel hervorrufen, dann haben wir den Einfluß und wir können den Klimawandel auch abmildern und viele negative Einflüsse stoppen.

Beachtet: Jeder Ruf, jeder Schrei, jedes Diskutieren, jedes Handeln hilft. Man muss einfach anfangen und es gibt kein schöneres größeres Projekt, als die Erde, diese große blaue Murmel, für die Lebewesen, die auf Ihr wandeln, gemeinsam zu retten. Es ist das größte solidarische Projekt der Menschheit.

Zu den einzelnen Argumenten gehe ich in späteren Artikeln selbst ein.