Harz, Fichten bei Schneeschmelze

Wie Nadelbäume überleben können und warum so viele durch den Borkenkäfer befallen wurden.

Gesunde Fichten neben toten Bäumen im Harz bei Torfhaus.

Bei einer Wanderung im Harz durch die vom Borkenkäfer geschädigten und größtenteils abgeräumten Flächen fallen scheinbar gesunde Bäume auf, die sich trotz der massiven Vermehrung des Borkenkäfers gegen einen Befall wehren konnten. Dies führt zu der Frage, was bei diesen anders als bei den befallenen Bäumen ist. Warum konnten diese sich behaupten und wie können die Fichten resistenter gegen den Borkenkäfer werden?

Gesunde Fichten

  • Bessere Wasserversorgung
    Fichten, die näher an einem Graben stehen, haben grunsätzlich auch eine bessere Wasserverfügbarkeit, selbst wenn es trockner wird. Damit können Sie über Harzproduktion ein Eindringen des Käfers entgegenwirken.
  • Standort oder offenere Randlage
    Die überlebenden Fichten haben oft eine Randstellung am Waldrand, an dem sie mehr Platz und mehr Licht zur Verfügung hatten. Es zeigt sich auch, daß sie entweder allein oder zu wenigen in der Gruppe genug Abstand zu benachbarten Individuen hatten.
  • Habitus, die kegelförmige Form
    Es ist erkennbar, das die überlebenden Bäume zum allergrößten Teil benadelte Zweige bis zum Boden haben. In der Gesamtansicht haben diese gesunden Fichten einen kegelförmigen Habitus, der auch an ein Indianertipi erinnert.
    Diese Form einiger Nadelbäume ist eine ökologische Anpassung, die vor allem dann von Vorteil ist, wenn der Baum meist seitlich von der Sonne angestrahlt wird. was subpolaren und nördlichen, gemäßigten Breiten, sowie an Gebirgshängen der Fall ist.
    Die Vorteile einer langanhaltenden Benadelung der unteren Zweige sind unter anderem:
    • Die Fichte ist ein Flachwurzler. Der Schattenwurf der benadelten Zweige im unteren Bereich schützt den Wurzelbereich der Pflanze vor intensiver Erhitzung durch die Sonne. Damit ist der Boden dieser Flachwurzler besser gegen Austrocknung geschützt und besitz ein aktiveres Bodenleben.
    • Mehr nadelbesetzte Zweige kämmen mehr Feuchte aus dem Nebel und damit wird die Wurzel zusätzlich mit Wasser versorgt. Das heruntertropfende Wasser befeuchtet den ganzen Wurzelstandort, aber vermehrt den äußeren Bereich.
    • Die dichten Zweige schützen den Stamm vor starkem Lichteinfall im Sommer. Damit ist er gegen zu starker Erhitzung geschützt.
    • Mit der kegelförmigen Form liegt der Schwerpunkt dieser Bäume weit unten, was diesem Flachwurzler eine bessere Standfestigkeit bei stärkeren Wind verleiht.

Die Erhitzung der Fichten bei Schneeschmelze

Die Nadeln der Fichten und auch Tannen haben eine dunklere Farbe als viele Blätter der Laubbäume. Auch dies ist eine Anpassung an ihren Standort der nördlichen Breiten. Scheint die Sonne, so erhitzen sich die Nadeln stärker als der Schnee, der auf den Zweigen sitzt. Durch diese Wärme kann sich der Baum sowohl schneller vom Schnee befreien als auch früher Wasser für die Photosynthese bereitstellen.
Dieses „Aktiviren“ des Baumes schon vor der Schneeschmelze führt oft zu der Tatsache, dass die Fichten oft schneelos im Nadelkleid stehen, obgleich der sie umgebende Boden noch geforen ist.

Die folgenden zwei Abbildungen zeigen die gleiche Ansicht (einmal als Foto und einmal als Thermografie). Die Aufnahme entstand bei einer Lufttemperatur von 2 Grad Celsius zwischen Bad Harzburg und Torfhaus um 11:42, bei Windstille.

Schmelzender Schnee auf Fichtenzweigen und der kalte Boden drumherum
Foto von Fichtenzweigen bei Schneeschmelze

Die Nadeln der dichten, sonnenbeschienenen Zweige haben sich auf (+ 2o C) erwärmt und werden schneefrei. Im Schatten der Zweige ist der Baum noch unter dem Gefrierpunkt (- 1o C). Nur etwas größere Scheeflächen bleiben länger auf den Zweigen liegen. Bei Wind fallen diese aber herab.

Unterhalb des Baumes ist der Boden sichtbar, denn das herabtropfende Wasser hat den Schnee dort geschmolzen. Durch die Sonne erwärmt sich der Boden auf über 10o C, während der Schnee in der Sonne noch bei – 2o C liegt.

Thermografie von Fichten bei Schneeschmelze

Das Baumsterben in Fichtenschonungen

Bei klassischen Fichtenschonungen zur Holzgewinnung sind die Bäume viel zu eng gepflanzt. Die Bäume behalten ihre Triebe im unteren Teil nicht mehr, sondern verkümmern (natürliche Astreinigung).

Nur die um Licht konkurrierenden Kronen bleiben grün. Dies ist geplant, um die quirlig angeordneten Seitenäste im Holz möglichst reduziert zu halten,
Mangel herrscht aber nicht nur bei dem Licht, sondern auch im Wurzelraum, der sich sozusagen zu überlappen scheint. Der Standraumbedarf der Bäume zum Wurzelwachstum wird nicht respektiert.
Das führt nicht nur zu einer Konkurrenz beim Wasser und den Nährstoffen im Wurzelbereich, sondern muss sich auch durch einen zu kleinen Wurzelraum äußern. Die phänotypischen Vorteil einer Resilienz des Baumes gehen verloren:

  • Die Kegelform
    Bei Stürmen wirkt einerseits dieser kleine Wurzelraum als auch der sehr weit oben gelegene Schwerpunkt des Baumes (aufgrund fehlender Kegelform) destabilisierend, so dass die Fichten leicht umfallen oder abknicken.
  • Ein Großteil des Stammes wird schon sehr früh durch die Sonne erwärmt, welches die Vermehrung von Schadinsekten wie den Borkenkäfer unter der Rinde fördert.
    Besonders, wenn durch Windbruch und Sturm Lücken in den Forst gerissen wurden, kann die Sonne durch Wärmestrahlung die Stämme der Fichten erhitzen, noch bevor das Bodeneis richtig geschmolzen ist und die Pflanzen Wasser aufnehmen können.
Thermografie Waldrand
Erwärmung der Fichtenstämme durch Sonnenstrahlung

Hitze im Olivenhain

Die „Verwüstung“ von Agrarflächen

Der globalen Desertifikation wird auf der ganzen Welt durch ein falsches Verständnis von Landnutzung und der Vernichtung von Boden massiv Vorschub geleistet. Gerade in einer Zeit der Klimaerwärmung der intensiven Sonnenbestrahlung und stark schwankenden Wetterereignissen beschleunigt sich dies.

Wüstenmacher

Was muß man tun, damit eine Wüste entstehen kann oder diese begünstigt wird?

a. Zunächst einmal muss man den Boden einer intensiven Sonnenbestrahlung aussetzen,
damit dieser nicht nur gut austrocknet, sondern sich stark erhitzt, damit das Bodenleben zum Erliegen kommt.

b. Aufkommende Vegetation muss mit Herbiziden unterdrückt werden, damit diese nicht den Boden beschatten kann oder die Wurzeln eine Bodenbildung begünstigen können. Damit ist eine konstante, intensive Sonnenbestrahlung gewährleistet.

c. Damit noch bodenbildende Organismen, die sich im Boden befinden, reduziert oder eliminiert werden können, muss man diese mit dem Pflug aus der Tiefe holen und auch der tötlich trocknenden Sonnenstrahlung aussetzen. Um die Wirksamkeit der Zerstörung zu erhöhen, kann man die umgepflügten Bodenaggregate auch noch mit einem Grubber zerkleinern und deren Gefüge möglichst vernichten. So wird eine schnelle Austrocknung und Erhitzung der oberen Bodenschicht gewährleistet, bei geringen Niederschlägen weist der darunter befindliche Bodenhorizont kaum Restfeuchte auf.

d. die Reste des toten Bodens, inklusive Samen von Wildkräutern, die sich während des Jahres ansammelten, müssen entfernt werden, damit ein Neuanfang des Pflanzenwuchses bzw. einer Sukzession nicht begünstigt wird. Dazu dienen aufkommende Regenregenschauer oder Winde, die den Oberboden dann delokalisieren, d.h verschlemmen oder verwehen.

e. Natürlich muss man überschüssiges Wasser möglichst schnell abführen, damit es keine Zeit hat in den Boden einzudringen z.B. mit Kanalisation und Gräben. Ist das Bodenleben unterbunden und befindet sich kein verwurzelter Horizont mehr auf dem Boden, so ist die Versickerungsrate sowieso gemindert bis unmöglich.

Das klingt eigentlich nach einem guten Plan den Boden so richtig einzuheizen, oder finden Sie das merkwürdig?

Bodenleben töten, Bodenleben abführen und Bodenleben unterbinden ist die tägliche Praxis unserer industrialisierten Landwirtschaft überall auf der Welt, ob es die Weinberge in Baden oder Rheinhessen, die Äcker in Mecklenburg-Vorpommern, in Oregon, die Lavendelfelder in Frankreich oder die Olivenhaine in Spanien sind.

Thermografien zeigen eine Situation

Hier ein Beispiel aus Andalusien in Spanien, dem heißesten Gebiet Europas:
Laut Statista wurden 2019 in ganz Spanien fast 684 Tausend Hektar Mandeln und 2,6 Mio. Hektar Olivenbäume angebaut.
Die Anbauart dieser hitzeresistenten Pflanzenarten ist eine der wenigen günstigen Alternativen in diesem heißen Klima. Zudem ist der Anbau auch ein von der EU subventionierter landwirtschaftlicher Sektor. Deshalb nimmt die Anbaufläche für diese Pflanzen stetig zu und das mit verheerenden Folgen für die Umwelt, die mindestens genau so katastrophal wie der Anbau von Ölpalmen in Indonesien ist…….
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Diese folgenden zwei Thermografien wurden am 12.06.21 zwischen von Huércal-Overa und Vélez-Rubio bei einer aufgenommen.

Termografie 1. Der Aufnahmezeitpunkt am 14. Juni 2021 war noch vor der sommerlichen Hitzeperiode, gegen 12:55. Es wehte eine warmer trockener Wind. Luftemperatur von 300 Celsius,

Olivenhain mit einer Bodentemperatur über 550 C

Thermografie 2. Der Aufnahmezeitpunkt am 17. Juni 2021 gegen 11:55. Die Lufttzemperatur lag bei 28
Es wehte eine warmer trockener Wind. Luftemperatur von 270 Celsius.

Mandelplantage mit bis über 550 C Bodentemperaturen


Was können wir erkennen?

  1. Die Kamera zeigt die Hitzestrahlung, die von der Oberfläche abgestrahlt wird. Diese beträgt weit über einer lebensfreundlichen Tempertur von unter 420 C.
  2. Das Laub der Bäume kann die Temperatur teilweise über 200 C Differenz senken.
    (Es zeigt sich bei vielen Thermografien, dass bei stärken Winden, die Laubtemperatur im Baum etwa die Lufttemperartur annimmt).
  3. Bodennahe Pflanzen (wie im Bild unten) haben mit höherer Temperatur (330 C) zu kämpfen, da die Bodenoberfläche heißer ist.
  4. Der Boden selbst ist in Abhängigkeit der Beschaffenheit, Farbe, Körnung, Luftporen, und Trockenheit manchmal weit über 50 0 C heiß.
    Diese Hitze führt zur Austrocknung auch in tiefere Horizonte. Das kapillar aufsteigende Wasser führt oftmals Salze mit, die sich an der Bodenoberfläche anreichern.
  5. Einzelne Flecken, die organisches Material, wie z.B. kleine Äste oder Laub haben, werden an der Oberfläche viel heißer (570 C).
    Das ist eine Temperatur, die für viele Bodenorganismen tödlich ist. Die absolute Trockenheit dieser Pflanzenreste führt dazu, dass diese sich am Boden ansammeln, aber nicht gut von Destruenten abgebaut werden können, solang sie sich oberhalb der Erde befinden. Dazu kommt eine konstante Brandgefahr.

Wie kann eine Lösung aussehen?

  1. Bodenbedeckung: Bodendecker sorgen für eine Verschattung des Bodens als auch für Wassertranspiration kurz über der Erdoberfläche. Natürlich ist es in Spanien allgemein bekannt, dass mit bodendeckenden Pflanzen, die Bodentemperatur gesenkt werden kann.
    Eine Bodenbedeckung mit Gräsern und einjährigen Kräutern ist aber teilweise kritisch, da in der Hitzeperiode Andalusiens, dieses organische Material im Späten Frühjahr komplett austrocknet und eine Brandgefahr darstellen kann.
    Aufgrund der Tröpchenbewässerung wird dem Boden außerhalb des Wurzelbereiches der Olivenbäume kein Wasser zugeführt, welches ein Bodenleben und den Aufbau einer Humusschicht verhindert.
    Gefragt sind also solche Kräuter, die auch eine heiße Trockenperiode im grünen Zustand überleben können und somit die Bodenerhitzung verhindern, die gegebenfalls auch eingesät werden sollten.
    Diese Pflanzen müssen die Möglichkeit zum Wachsen haben, weshalb sowohl ein Pflügen als auch Grubbern nachteilig ist.

    Ein weiterer Punkt ist die Ernte der Oliven. Erfolgt diese mit ausgelegten Netzen und manuellen Herunterschütteln der Oliven benötigt man mindestens einen Platz, der größer als der Traufsaum des Baumes ist.
    Die maschinelle Erne von Oliven mit dem Herauskämmen der Oliven benötigt ebenfalls viel Platz.
  2. Schattenintensivierung:
    In den meisten Plantagen stehen die Bäume zu weit auseinander. Die Sonnen betrahlte und damit überhitzte Fläche ist bei weitem zu groß. Schauen sie einmal mit Google Maps auf die Olivenanbaugebiete:
    auf den Satellitenbildern sehen diese eher aus wie eine Wüstenlandschaft als eine grüne biodiversitätsbietende Agrarlandschaft.
  3. Reduzierter Verbrauch und Alternativen der Produkte:
    Verzichten Sie grundsätzlich auf billiges Olivenöl. Die Wahl sollte immer ein Olivenöl aus ökologischen Anbau sein, da hier stärker auf die Bodenerhaltung geachtet wird. Leider wird man auf Grund des günstigen Preises auch zu einem übermäßigen Gebrauch verleitet. Sparsamkeit im Gebrauch und das Nutzen anderer Öle sollte immer in Betracht gezogen werden.

Globale Entwaldung und der biotische Oberflächenschwund

Die Entwaldung des Planeten schreitet rapide voran. Dabei sind es vier Hauptfaktoren, die das Ausmaß bestimmen:

A. Die Brandrodung durch den Menschen zur Gewinnung von Agrar- und Weideland.
B. Extremwetterbedingungen, die zum Sterben der Bäume, z.B. aufgrund fehlenden Wassers, führen.
C. Befall durch schadhafte Pilze (z.B. dem Schleimpilz Phytophora) und Insekten (z.B. dem Borkenkäfer)
D. Natürliche Waldbrände, wie sie derzeit überall auf der Erde im Sommerhalbjahr auftreten.

Das Zusammenspiel der großen Blattoberfläche von Wäldern als Reaktion auf die Globalstrahlung spielt hier die entscheidende Rolle. Wir verlieren beim Verlust eines Hektars Wald nicht nur dieses Areal, sondern ein Vielfaches an strahlungsmindernder und schützender Blattoberfläche.

Der Schutz der Erdoberfläche durch den Wald

Zerstreuung der Sonneneinstrahlung durch die unterschiedlichen Blattebenen eines Regenwaldes

Die Sonneneinstrahlung ist die maßgebliche Energie, die alles Leben auf der Erde ermöglicht.
Durch die Photosysthese der Pflanzen wird die Nahrung geschaffen, die sämtliches tierische Leben ermöglicht.
Die Sonne schafft durch das Aufheizen der Atmosphäre auch ein erträgliches Klima für die Lebenwesen in der Biosphäre.

Wenn die Sonneneinstrahlung aber zu lang und zu intensiv erfolgt, kann dies aber verheerende Folgen haben und den Tod des Bodens und der Vegetation hervorrufen. Entsprechend der geografischen Lage auf der Erdkugel ist die konstante Sonneneinstrahlung unterschiedlich und nimmt von den Polen zum Äquator zu. Die Pflanzen haben sich entsprechend den Strahlungsbedingungen angepasst.

Während in Deutschland die Strahlung zwischen 900 und 1200 kW/h pro m2 und Jahr liegt, ist sie in Spanien mit etwa 2000 kW/h pro m2 schon rund 100% höher. In der Sahara nähe des Äquators beträgt sie rund 2500 kw/h pro m2 und Jahr und ist damit 150% stärker als in Deutschland. http://Globalstrahlung bei Wikipedia

Am Äquator ergeben sich für die Pflanzen eines Waldes starke Strahlungsintensitäten, an die sie angepasst sein müssen und die verarbeitet werden müssen und extremere Klimate, die die Pflanzen aushalten müssen. Die Überlebensstrategien sind weit aus anders als etwa boreale Wälder an den Polarkreisen.
Es wird oft berichtet, daß tropische Regenwälder den Großteil des Lichtes absorbieren und nur wenig Licht den Boden erreicht.
Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber durch ihren stockwerkartigen Aufbau haben sie aber pro Quadratmeter Standfläche eine zwischen 6 bis 16 fach größere Blattoberfläche. – Blattflächenindex (BFI) von 6 bis 16.
Eine Ackerfläche hat vergleichsweise einen geringen BFI von weniger als 1 und Grasland unter 3.

Mit dieser großen Blattoberfläche gelingt es, die einfallende Strahlenintensität pro Oberfläche zu mindern, indem sie reflektiert und zerstreut wird. Der Teil der Strahlung, der das Blatt durchdringen kann, wird durch die nächste Blattoberfläche weiter abgeschwächt.
Das Phänomen ist etwa vergleichbar mit der Schalldämpfung in Tonstudios, die aufwändige, genoppte Oberflächenstrukturen aufweisen, um eine Reflektion des Schalls zu mindern. Mit der großen Blattoberfläche wird die schädliche Strahlungsenergie auf ein erträgliches Minimum reduziert.

Durch die Transpiration der Blätter wird nicht nur diese Energie abgefangen sondern auch ein optimales Mikroklima im Wald für die Photosysthese geschaffen …. die Energie wird absorbiert.

Die Strahlung in der Nähe des Äquators auf einen Quadratmeter von Wald bewachsenen Boden würde im Jahr 2500 kW/h m2 betragen. Bei einem Blattflächenindex von 9 würde sich die Energie durchschnittlich auf 277,8 kW/h pro m2 Blattfäche reduzieren (2500/9 kW/h)
Eine Energie, mit der die Pflanzen besser umgehen können, zumal die Sonne im Regenwald nicht bis auf den Boden durchdringt und sich dieser so nicht erhitzt, so dass der Wasserkreislauf erhalten bleibt.

Beim Roden des Waldes und der Umwandlung in Grasland dreht der Mensch dieses günstige Verhältnis der geringen Energie pro Blattoberfläche um, da er die Blattoberfläche vernichtet.
Die entstandene Reduzierung der Blattoberfläche zu einem BFI von 2 bedeutet dann, dass die Vegetation und der Boden nicht mehr mit 277,8 kW/h, sondern mit einer Energie von 1250 kW m2 (2500 kW/2) umgehen muss.
Das ist eine Steigerung der Energieeinstrahlung von über 400% auf die Pflanzenoberfläche. Damit einhergehend ist die Rückstrahlung an Wärmeenergie vom Boden in die Atmosphäre entsprechend auch stärker. Die Möglichkeit der Absorbtion geht verloren.

Der Verlust an globaler, sonnenexponierter Blattoberfläche

Die Landoberfläche der Erde beträgt 149,4 Mio. km2, das sind 29,3% der Erdoberfläche. Die Meerersoberfläche hat demnach mit 361,2 Mio. km2 (etwa 71% der Erdoberfläche).
R.H. Waring und S.W. Running (Forest Ecosystems: Analysis at Multiple Scales, Academic Press, 2007) haben festgestellt, daß die Waldoberfläche vor der menschlichen Zivilisation etwa bei 60 Mio km2 lag.

Nach einer Untersuchung zum Waldstatus der FAO von 2018 belief sich die restliche Waldfläche weniger als 40 Mio. km2. (The State of the World’s Forests 2018. Forest Pathways to Sustainable Development, Food and Agriculture Organization of the United Nations Rome (2018)).
Das bedeutet einen Verlust von über 30% Waldfläche durch den Menschen, der derzeit auch noch drastisch zunimmt.

Eine theoretische Betrachtung von mir:
Würde man die von der Sonne bestrahlte Landfläche der Erde und seiner Wälder unter Einbezug des Blattflächenindex (hier 9) kalkulieren, würde sich die folgende Oberflächenkalkulation ergeben:

Sonnenexponierte
Oberfläche (in km2)
Blattobefläche
vor Zivilsation
Blattoberfläche
heute
Differenz
Landfläche unbewaldet
(BIattflächenindex 2)
178,8 Mio. km2
(89,4 *2)
200,8 Mio km2
(100,4 *2)
+ 22 Mio km2
ca. +12,3 %
Landfläche bewaldet
(Blattflächenindex 9)
540 Mio. km2
(60,0 * 9)
360 Mio. km2
(40,0 * 9)
– 180 Mio km2
ca. -33,3 %
Gesamtoberfläche718,8 Mio km2560,8 Mio. km2– 158 Mio km2
– 22,1 %
Oberflächenberechnung unter Einbeziehung der Blattoberfläche

FAZIT: Wir hätten nach dieser theoretischen Betrachtung die Erde um eine 158 Mio km2 große sonnenaktive, CO2 bindende und O2 produzierende Blattoberfläche beraubt, das wäre mehr als die gesamte Erdoberfläche von 149,4 km2

Beginnt die postfossile Ära mit der COVIT-19 Krise?

Etwa ein viertel Jahr nach Ausbruch des Coronavirus und während des Shut Downs der meisten Länder auf der Welt legt der Ölmarkt eine beindruckende Baisse, ja einen Crash hin, der am 20.04.2020 das erste Mal an den Terminmärkten den Preis für ein Barrel Öl unter 0,5 $ drückte.
Überangebote und zu wenig Abnahme aufgrund der unterbundenen Reisetätigkeit und der von den Staaten auferlegten Quarantänemaßnahmen und Ausgangssperren führten zu deisem Verlust.
eDas Öl spielt aber weiterhin die treibend Rolle unserer Ökonomien und auch die Kohle wird im gleichen Das Öl spielt aber weiterhin die treibend Rolle unserer Ökonomien und auch die Kohle wird im gleichen Maße weiter genutzt.nMaße weiter genutzt.

Jetzt nach einem Jahr, haben wir festgestellt, das sich vieles geändert hat. Das Öl spielt aber weiterhin die treibende Rolle unserer Ökonomien und auch die Kohle wird im gleichen Maße weiter genutzt. Dennoch ist ein Wandel erkennbar. Ein Austieg aus den fossilien Brennstoffen wird ernst genommen, zumindest in den hoch industrialiserten Gesellschaften, die auch die Hauptverursacher sind.

In vielen Gegenden der Welt, dort wo Krieg herrsch und der Hunger alle anderen Sorgen überschattet oder eine unwirtliche Lebenssituation schon durch die Klimakatastrophe geprägt ist, haben die Menschen kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, welche Auswirkungen fossile Brennstoffe auf das globale Klima haben.

Wo bleibt die globale Verantwortung? Hatten wir nicht genug Zeit darüber einmal nachzudenken, wie alles vernetzt ist und welche Zusammenhänge bestehen? Das Covid-Dilemma und die Lockdowns haben einmal mehr gezeigt, daß das Denken leider noch immer nur bis zur eigenen Gartentür, dem eigenen Dorf oder der eigenen Landesgrenze reicht.

Das Wissen z.B auch die internationalen Automobilkonzerne, die lauthals ihre doch so kurzfristigen Ausstiegsszenarien in Europa verkünden, immer mit dem Hinweis, daß es in anderen Ländern noch viel dauern länger dauern werde.
Der Hauptteil der Produktionen für Verbrenner wird dann schwerpunktmäßig ins Ausland verlegt und dann auch noch dort abgesetzt, eben dort, wo vielleicht der Besitz einer deutsche Automarke wichtiger ist, als die Wahl eines sauberen Antriebs. Machen wir es nicht einer großen Zahl an Menschen im Ausland schwerer vom (Öl-)Tropf weg zu kommen?
Ist das globale Verantwortung?

„Postfossil“ ist leider derzeit noch eher ein Wunschdenken und es ist noch ein langer Weg dort hin. Das Öl spielt weiterhin die treibend Rolle unserer Ökonomien und auch die Kohle wird im gleichen Maße weiter genutzt.

Selbst bei dem derzeit meist mißbrauchten Wort „Nachhaltigkeit“ tun sich aufgrund von begrenztem Denken groteske Ansichten auf. Hier zwei Beispiele:

1. Während bei uns Holzöfen und Pelletheizungen als nachhaltige Heizungsmethoden hoch gepreist werden, ist es extrem verwerflich, wenn in den ärmeren Regionen der Welt mit Holz geheizt und gekocht wird und dadurch die letzten Bäume verschwinden.

2. Wärend wir aus Rapsöl „nachhaltigen“ Biodiesel erzeugen, regen wir uns auf, wenn in Indonesien Palmölplantagen entstehen.
Zweimal die gleiche Anwendung, aber mit anderen Vorzeichen.

Die Nutzung von Holz ist unter der dertzeitigen Klimakatatrophe in keiner Weise mehr nachhaltig.
Wir müssen unsere Wälder und Bäume schützen. Die Wälder verschwinden in rapider Geschwindigkeit und großen Ausmaßen und ein Nachwachsen dauert Jahrzehnte.
Wir müssen auch dort, wo es keine Bäume mehr gibt, den Menschen mit einer Aufforstung zu einer lebenswerten Umwelt verhelfen. Wir müssen verstehen, daß dies alles zusammenhängt.

Eine postfossile Ära kann erst dann beginnen, wenn sich alle bewußt sind, daß wir nur als Globale Gesellschaft mit gemeinsamer Verantwortung überleben können.

Pflanzen gegen den Klimawandel – Paulownia tomentosa

Leider werden wir es nicht mehr erleben, dass das naturnahe Wälder wachsen oder wie so oft gesagt wird, die Wälder wieder widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel gemacht werden können.

Der Grund ist einfach:

Die mitteleuropäischen Wälder, noch teilweise aus der Eiszeit stammenden Pflanzengesellschaften kommen in einem solchen warmen Klima nicht vor und werden deshalb aussterben oder sich weit im Norden etablieren, wo die Durchschnttstemperatur kälter ist.
Auch die mitteleuropäischen Laubwälder sterben durch heiße und trockene Witterungsbedingungen einen unaufhaltsamen Tod. Die derzeitige schnelle Erwärmung macht alles zu Nichte, die Pflanzen können sich nicht so schnell anpassen, wie die Temperaturen steigen.

Was ist die Folge?

Mit dem Verlust des Laubdaches werden die Böden erhitzt und trocknen aus.
Mit dem Trockenfallen der Böden sterben große Teile der Bodenfauna und die Pilze, also jene Organismen die Vernichter und Aufbereiter des Nahrungskreislaufs für die Wälder sind.
Das Laub wird nicht mehr abgebaut, bleibt liegen, kann sich entzünden.
Die Bäume bekommen keine aufbereiteten Nährstoffe uns stattdessen Mangelerscheinungen, sie werden anfällig gegenüber Insektenfrass, wie den Borkenkäfer und gegenüber Schadpilzen die Rinde und Blätter befallen.

Was kann man tun?

Man muss schneller Bäume pflanzen und große Areale beschatten. Viele Bäume Miteleuropas haben allerdings nicht die notwendigen Wuchsgeschwindigkeiten, um schnell Abhilfe bewirken zu können.
Die Beschattung des Bodens und das Verhindern des trockenen Windes sind die zwei Schlüsselkomponenten, die Erhitzung unseres Bodens und die konstante Austrocknung zu verhindern.

Der Wunderbaum

Der aus China stammende Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) ist nicht nur schön, sondern er wächst im ersten Jahr bis zu über sechs Meter (In Europa bis zu 4 Meter) und hat riesige Blätter.
Der Baum kann, wenn er nicht in einer Monokultur zu „Stangenholz“ gezüchtet wird, große Areale aus dem direkten Sonnenlicht nehmen, den Boden kühl halten, schnell und CO2 binden. Hier ein Beispiel seiner Wuchsgeschwindigkeit:

https://www.youtube.com/watch?v=aOXVCY8fBBk

Der Baum im Ökosystem, (nicht in der Plantage)

Wenn dieser Baum in die Breite wachsen darf, kann er viel Biomasse erzeugen, die zum Verotten den Boden mit Nährstoffen versorgen kann.
Paulownia bildet ein gutes Wurzelwerk aus, womit er auch eine Pflanze ist, die an Hängen gegen Bodenerosion ihren Beitrag leisten kann.
Einige Subspecies sind frostresistent und halten auch starke Sonneneinstrahlung aus. Sie sind damit besonders geeignet, im Mittelmeerraum einen erheblichen Beitrag gegen die Wüstenbildung zu leisten.

Straßenbahn in Budapest

Kostenloser Nahverkehr – in vielen Städten

Es war in allen Medien: Augsburg hat zum 01.01.2020 ein Pilotprojekt mit kostenlosem Innenstadtverkehr der Busse und Bahnen an den wichtigsten neun Haltestellen im Stadtzentrum gestartet.

Allerdings ist dieses Konzept nicht das einzige. In Tübingen kann man schon seit Anfang 2018 Samstags kostenlos den Nahverkehr nutzen.

Auch Hannover testete Ende 2019 die freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr mit dem Erfolg, dass die Fahrgastzahlen um 60% stiegen – link

Luxemburg geht hier sogar noch weiter: Als erstes Land soll der ganze Nahverkehr ab März 2020 kostenlos den Fahrgästen zur Verfügung stehen.
Natürlich hat ein solcher Schritt weitgehende organistorische und logistische Vorbereitungen und Umgestaltungen zur Folge.
Die Kassenautomaten werden abgebaut und die Kontrolleure und das Service Personal erhalten hier neue Aufgaben. – link

Weniger organisatorisch aufwendig wäre eine Lösung aus Ungarn mit der alle Städte in Deutschland sofort beginnen könnten:
In Ungarn dürfen alle Senioren über 65 in der 2. Klasse kostenlos den ÖPNV benutzen. Eine verbindliche Umstellung in allen deutschen Städten hätte mehrere positive Effekte:

  • Viele Rentner fahren ältere Autos. Diese würden aus dem Verkehr verschwinden.
  • Die Rentner selbst würden als Autofahrer weniger zum Innenstadtverkehr beitragen. (allerdings hat dies selbstverständlicher Weise keinen Einfluss auf den Berufsverkehr)
  • Alle Rentner mit geringer Rente ohne Auto würden durch die neue Mobilität ohne zusätzliche Rentenerhöhung eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse erfahren und könnten umsonst zum Arzt oder am Sozialen Leben teilnehmen.

Man könnte diese Maßnhmen natürlich auch auf andere Bevölkerungsgruppen ausweiten. Ein Anfang wie in Augsburg ist zwar gemacht aber hier nur als Pilotprojekt. Gefordert ist ein schnelles Umdenken und Handeln in die richtige Richtung zum kostenlosen ÖPNV.

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum….

Laut Statista wurden im Jahr 2018 rund 29,8 Mio. (getötete) Weihnachtsbäume verkauft. Selbst wenn diese im Topf verkauft wurden sind ihre meist Wurzeln so weit geschädigt, dass sie nach dem Auspflanzen sich nicht mehr erholen können.
Gerade an Heilig Abend, an dem im Christentum die Geburt und Erneuerung feiert, hat jeder eine „Leiche“ im Zimmer stehen, an der man sich für eine Woche ergötzt.
Das ist die selbe Selbstverständlichkeit ohne nachzudenken, die wir an den Tag legen, wenn wir Spanferkel oder männliche Küken töten, weil wir einfach konsumieren oder wollen oder nur „Unwertes“ aussortieren.

Christbäume werden nicht nur in Deutschland gepflanzt, sondern sie kommen aus ganz Europa, um den deutschen Bedarf zu decken.
Sie haben einen langen Transportweg hinter sich, was die CO2-Bilanz verschlechtert. Ofmals sind sie auch gegen Ungeziefer und Pilzen mit Giften gespritzt und werden spätesens nach Neujahr unachtsam an den Straßenrand deponiert, um entsorgt zu werden.

Denken Sie einfach einmal nach…

was wäre, wenn jeder einmal im Jahr auf eine geschlagenen Baum verzichten würde und stattdessen das Geld für das Pflanzen neuer Bäume investieren würde?

Wäre es nicht besser, hier einmal einen künstlichen Weihnachtsbaum zu kaufen? Das spart Geld, der Baum ist über viele Jahre nutzbar und man hat lange Freude daran.

Vor allem macht es Freude, wenn man weiß, einem Baum wurde der Tod erspart, der Bedarf an lebenden Koniferen wird kleiner und sie tragen direkt mit 20€ , die für einen Projekt zur Wiederaufforstung bei, um Leben zu spenden?.

Ich wünsche Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, (vielleicht mit einem schönen künstlichen Weihnachtsbaum).

Treibhauseffekt und die unsinnige Albedo-Diskussion

Die Albedo ist die Rückstrahlung von Körpern und hat direkt Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Klimaerwärmung. Weitere Informationen hierzu können Sie bei Wikipedia (hier) erfahren.

Eigentlich ist Albedo eine ganz banale Eigenschaft und jeder kennt sie:
Fakt ist, dass sich dunkle Flächen bei Sonneneinstrahlung wesentlich stärker erhitzen als helle
(Deshalb würde ich auch immer ein helles Auto kaufen).
Die von der Sonne kommende Strahlungsenergie wird bei dunklen Oberflächen aufgefangen und in langwellige Wärmestrahlung (Wärmestrahlung) abgegeben, während sie bei hellen Körpern stärker im kurzwelligem Bereich reflektiert wird, also nicht so viel der Energie in Hitze umgewandelt wird. 

So hat frischer Schnee reflektiert 80 – 90% der auftreffenden Energie und hat damit eine Albedo von 0,8 bis 0,9.
Wald hingegen befindet sich auf der anderen Seite der Albedo Skala. Er hat eine Albedo von 0,05–0,18, reflektiert also nur 5-18% der einfallenden Energie. Sicherlich haben Sie auch schon gehört, daß es im Regenwald sehr dunkel ist und nur 5% Licht auf dem Boden eintreffen.
Dazwischen befindet sich die Wüste mit einer Albedo von etwa 0,3 also 30% Rückstrahlung.

Bei vielen meterologischen Berechnungsmodellen ist die Albedo wesentliches Element, um die Klimaveränderungen zu kalkulieren. 
Deshalb hört man oft as Argument, dass Wald schlechter sei, als Schnee mit seiner guten Albedo und würde zu einer Erhitzung von einem halben oder einem Grad der Erde beitragen.
Das mag wahr sein, ist aber kein Argument, keinen Wald zu pflanzen.
Diese Diskussion ist aus folgenden Gründen haltlos:

  1. Eine Beschattung der Erdoberfläche durch Pflanzen senkt die Bodentemperatur im Vergleich zur sonnenbestrahlten Oberfläche um 6 bis 10o Celsius und erhält das Bodenleben.
  2. Eine weiße Salzwüste am Äquator ist nicht unbedingt kalt, weil sie eine Albedo gleich dem Schnee hat. Sie kann heißer als ein Waldgebiet sein, (z.B im Tal des Todes), denn es kommt auf den Einstrahlungswinkel und damit der Menge der Sonnenergie an, die auf eine Oberfläche auftrifft.
    Die durch Sonne eingestrahlte Energiemenge trifft am Äquator zur Mittagszeit imme senkrecht auf den Boden und und ist damit immer am stärker als an den Polen.
  3. Die einstrahlende Energie wird durch die Pflanzen absorbiert, d.h heißt, sie wird von der Rückstrahlung abgezogen. Bei der Photosysnthese wird diese umgewandelt und verwendet für:
    a. Wasserverdunstung (Transpiration) und damit den Erhalt des Wasserkreislaufs.
    b. Aufbau von pflanzlicher Biomasse (Blätter und Holz, Zucker und Fette und komplexere chemische Verbindungen)
  4. Sie wird weiterhin zum Abbau von organischem Material im Boden und Wiederaufbereitung der Nährstoffe für die Pflanzen durch Kleinstlebewesen und Mikroorganismen verwendet. (Kalte Böden zersetzen sich weniger schnell).
  5. Wälder minimieren die Temperaturamplitude: Sie kühlen tagsüber, halten aber die Wärme in der Nacht.
    Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht wird geringer und damit für Lebewesen nicht nur angenehmer, sondern garantieren auch das Überleben der Böden.
  6. Abgestrahlte Hitze (langwellige Strahlen), werden nicht ins Weltall einfach zurückgestrahlt, sondern erhitzen die Atmosphäre mit steigendem Treibhausgasen wie CO2, CH4 und Wasser.
    Sichtbare Lichtstrahlen gehen ehr ungehindert in das Weltall zurück.
    Die Sahara har eine wesentlich geringere Albedo als der tropische Regenwald. Deren rückgestrahlte Energie ist aber für die Entstehung der Wirbelstürme im Atlantik und über Nordamerika verantwortlich.
  7. Die Biodiversität ist in Gegenden mit hoher Albedo (Polareis, Gletscher, Wüste) am geringsten, also immer am lebensfeindlichsten, in waldreichen Gebieten ist diese am höchsten.

FAZIT

Die Pflanzenecke benötigt die Strahlungsenergie. Sie muss diese aufnehmen, um existieren zu können und das führt zu den positiven Lebensumständen, die wir auf der Erde vorfinden.
Die dadurch entstehende Erhöhung von einem Grad ist einer sterilisierenden Bodenerhitzung vorzuziehen. Wenn wir nicht nachts frieren und tagsüber Hitze erleiden wollen. Unsere Nahrungsgrundlagen, also der Boden und das darin befindliche Leben können nur geschützt werden, 
wenn wir Wälder haben. Wir können deshalb durchaus 0,8 oder 1 Grad Erderwärmung vertragen, wenn die Erde ein belebbarer und besiedelbarer Planet bleibt.

(Dieser Beitrag wird vertiefend mit vielen weiteren Aspekten in einem anderen Bericht weiter ausgeführt)
Solarkollektoren sind auch dunkel und nehmen ebenfalls Strahlungsenergie auf. Sie absorbieren einen Teil des Strahlungsspektums und wandeln einen Teil der Energie in Strom um.

Spanien wird zur Wüste

Im Zuge der Klimaerwärmung fallen verstärkt in Spanien ganze Landstriche der Wüstenbildung zum Opfer. Schuld sind falsche Anbaumethoden und der Entzug von Grundwasser für die Landwirtchaft. Daß nur eine Bedeckung des Bodens mit Pflanzen helfen kann, zeigt der Auslandsbericht von NTV:
Klima-Gau mitten in Europa – Drei Viertel Spaniens sind wohl bald Wüste

Was muss sich ändern

  • Große Gebiete Spaniens müssen zum bedrohten Klimanotstandgebiet erklärt werden.
  • Die Landwirstschaft muss dahingehend subventioniert werden, dass ökologischer Pflanzenbau betrieben wird und die Böden wieder eine Pflanzendecke bekommen.
  • Der Eintrag von Stickstoff in die Böden muss erhöht werden, damit auch mehr CO2 in Boden gebunden wird.
  • Die Bodenbildung muss verstärkt werden.
    Getrocknetes Pflanzenmaterial muss liegen bleiben und in den Sommermonaten den Boden gegen zu starker Sonnenstrahlung schützen.
  • Kaufen Sie Olivenöl aus ökologischen Anbau oder benutzen Sie auch Alternativen zum Olivenöl

So stirbt der Boden
Olivenhain aus Google Maps, klicke hier

Wenig geschützt vor Sonnestrahlen. Die gleiche Landschaft aus der Vogelperspektive aus Google Maps. Klicke hier

Wie überall in Spanien zeigt der Film, wie stark der Boden der Sonne hilflos ausgeliefert ist.
In den Olivenplantagen wird oft die Tröpfchenbewässerung verwendet, um den Pflanzen das Wasser zukommen zu lassen.
Das schützt zwar vor Verdunstung und setzt das Wasser nur punktuell ein, wo es benötgt wird, aber diese Bewäserungsart fördert nicht die Bodenbildung und -fruchbarkeit.
Zwischen den Bäumen wird der Boden der Sonneneinstrahlung hilflos ausgeliefert. Sollte Regen fallen, so ist der Boden hilflos dem Auswaschen und der Erosion ausgeliefert. Zurück bleibt ein lebloser und unfruchtbarer Rohboden.